Home
 
Home
Aktuell   
 
Zurück zur Liste
03.08.2017
Slowenische Bundesschau
Beeindruckende Mehrkalbskühe in Slowenien
Beeindruckende Mehrkalbskühe in Slowenien

Seit Jahren begleitet der BVN die Rinderzucht in Slowenien. Deshalb war Ende Mai das Wochenende nach Christi Himmelfahrt ein Pflichttermin, dass man sich aufmachte in die Stadt Lenart, etwa 30 km von der Hauptstadt Maribor entfernt, wo zu diesem Zeitpunkt immer eine große landwirtschaftliche Ausstellung auf der ehemaligen Trabbrennbahn stattfindet.


Tolle Aufmachung

Der slowenische Zuchtverband hatte unter der Leitung von Joze Smolinger und Dani Skaza sehr professionell an diesem Standort zwei Zelte für die Tiere und für das Preisrichten errichten lassen. Die Zuschauer und auch die Kühe waren bei 33 Grad dafür sehr dankbar. Aus ganz Slowenien hatten Landwirte ihre besten Kühe zur Schau gebracht. Bei fast 80 Tieren hatten die Beschicker jeweils 1-2 Kühe auf der Ausstellung. Nur ein Betrieb war mit 5 Kühen vertreten.

Jugend eröffnete

Zur Eröffnung der Veranstaltung am Freitag waren die Jüngsten gefordert. Erstmalig fand in Slowenien ein Bambini- Cup statt. Etwa 20 Kälber und 60 Kinder gingen an den Start. So sah man eindrucksvoll, wie Teamwork funktioniert um ein Kalb durch den Ring zu bringen. „Da können wir in Österreich und Deutschland noch etwas lernen, das hat man bei uns noch nie so gesehen!“ stellte eine ausländische Besucherin fest. Zum Teil waren bis zu vier Geschwister aktiv, damit ihr Kalb den Parcours bewältigte.
Viel Zuchtarbeit
Bereits beim Blick durch das Tierzelt fiel auf, welche enormen Fortschritte die Tierqualität in den letzten Jahren gemacht hat. Vormals konnten immer nur österreichische Importtiere beeindrucken, dieses Mal war bereits die Anzahl von solchen Tieren sehr gering. Stattdessen beste slowenische Kühe, abstammend von den besten Fleckviehbullen. So wurde viel hochqualitatives Sperma in den letzten Jahren eingesetzt und auch die Arbeit der eigenen Besamungsstation in Ptuij, an der schon Bullen wie Märtyrer, Iserdenn, In honorem oder Ruptal standen, wirkt sich extrem positiv aus.

Beeindruckende Jungkühe

Bei den vielen Gruppen Jungkühen hatte der Preisrichter Berhard Luntz von der LFL, Institut Tierzucht deshalb eine sehr schwere Aufgabe. „beeindruckend, welch´ einheitliche und gute Qualität ich heute zu sehen bekomme. Kompliment an die slowenischen Züchter und Joze Smolinger!“, so der Preisrichter. In der ersten Gruppe stellte er eine Hutera- Tochter mit 36,3 kg Milch Einsatzleistung nach vorne. In der nächsten Gruppe kam er wiederum an einer Hutera- Tochter nicht vorbei. Mit 37,1 kg Milch beim 1. Probemelken stellte sie in ihrer Gruppe sogar steirische Importtiere exterieur- und leistungsmäßig in den Schatten. In der dritten Jungkuhgruppe konnte den Sieg die Manton – Tochter (35,4 kg) vom Zuchtverbands- Vorsitzenden Ales Kotnik holen.

Leistungsstarke Mehrkalbskühe

Mit einer Laktationsleistung von über 12.000 kg Milch war die Siegerin der Zweitkalbskühe für die Zuschauer beeindruckend. Der Preisrichter konnte sich davon nicht beeinflussen lassen, er richtete ohne Katalog. Aber von der Schönheit dieser Ruptal- Tochter war man schier geblendet. „Man sieht, dass Ruptal sich bei seinem letzten Sprung in Slowenien noch einmal angestrengt hat!“, so Gregor Plevnik, Leiter der Station in Ptuij. Das Resultat sind so schöne Töchter.
Bei den Drittkalbskühen gelang ein einziges Mal, dass ein Importtier siegreich war. Bezeichnend, denn die Qualität der slowenischen Kühe war in fast allen Klassen überlegen.

Alte Damen

Mit 10 Abkalbungen marschierte eine Kuh durch den Ring, die bei 11.900 kg Durchschnittsleistung mit ihrer Frische bestach. Sie erhielt einen Sonderpreis. Den Sieg in dieser Kategorie sicherte sich wieder eine Kuh mit slowenischer Ohrmarke, ihr Name Violett ET. Doch bei genauerer Betrachtung wurde klar, hier hat eigentlich mittelfränkische Genetik den Sieg davongetragen. Der Embryo vom Betrieb Tröster, Röthenhof gelangte über ein Trägertier nach Slowenien. Dem Sieger war das gar nicht so bewusst. „ Aber eine tolle Kuh, habe ich da!“, dieser Aussage war nichts hinzuzusetzen.

Zukunft im Blick

Alle Ausländischen Besucher waren sich einig und ASR- Geschäftsführer Georg Röhrmoser brachte es auf den Punkt: „ Wir haben heute hervorragende Tiere gesehen und die enorme Entwicklung, die die slowenische Zucht gemacht hat!“ Der slowenischen Zucht wünschen wir weiterhin viel Erfolg und sind sicher, dass auch der nächste Spermaexport seine Früchte tragen wird. Als Bulle selbst wird nun sogar der Bullenvater Ostende nach Slowenien überstellt. Und bei der nächsten Bundesschau in 4 Jahren wird man sich wieder die Früchte dieser Arbeit bewundern können.

Teamwork war beim 1. Bambini- Cup Sloweniens angesagtSiegerehrung mit Championkuh, Organisator Joze Smolinger und preisrichter Bernhard LuntzGesamtchampion, eine Hutera- Tochter!Violett: Siegerin in der ältesten Kuhklasse, das Resultats fränkischen Embryos
AKTUELL
EUROgenetik auf der EuroTier
FOKUHS 3/2018
Das EUROgenetik - Magazin!  >> MEHR...
Happyday
Neueinsteiger HAPPYDAY
Hugoboss x Manigo  >> MEHR...
Mogli
Manigo-Sohn MOGLI
Wahrlich kein Waisenkind!  >> MEHR...
Sitemap  |  Impressum  |  Login