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19.03.2014
RBW-Schau: Schöne Kühe – volles Haus
Siegerkühe
Siegerkühe

200 Kühe der Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh stellten sich am 16.März anlässlich der RBW-Schau in der Arena Hohenlohe den kritischen Augen der Preisrichter und des Publikums. Nach einjähriger Pause konnten die engagierten Züchter des Landes ihre besten Tiere vor einem nie dagewesenen Publikumszuspruch präsentieren, ca.2500 Besucher unterstützten mit ihrem Applaus die Arbeit der Preisrichter. Besonders hervorzuheben bleibt zudem die Leistung beider Preisrichter, sowohl Verena Hussmann aus Feuchtwangen als auch Erhard Juncker aus der Schweiz machten mit ihrem zügigen Richten und präzisen Entscheidungen und Kommentaren die Schau zueinem Erlebnis.

 

 

 

Züchter geehrt

Traditionell werden bei der RBW verdiente Züchter ausgezeichnet.Als Züchter des Jahres Fleckvieh konnte in diesem Jahr der Betrieb Joachim Keller, Allmendingen-Hausen ausgezeichnet werden, der sich mit einer Vielzahlvon Bullenmüttern, typisierten Kälbern und dem Spitzenbullen Odes hervorhebenkonnte. Mit der Graf-Douglas-Medaille in Gold konnte als bester Holsteinzüchterin diesem Jahr zum 5. Mal der Betrieb von Manfred Erthle, Eggingen  ausgezeichnet werden, der mit Bullen wieEvor, Bano, Booman und Gershwin nicht nur das Bullensegment bestimmte, sondernzudem eine Vielzahl von typisierten Kälbern und Bullenmüttern aufweisen konnte.Als Züchter des Jahres Braunvieh konnte der Betrieb Martin Hänsler, Deuchelried ausgezeichnet werden, der die Bullen Paray und Varonto gezüchtet hatte und eine Vielzahl von Bullenmüttern und Tieren in der gezielten Paarung besitzt. Mit der Marketing Münze in Silber, für Verdienste in der Vermarktung über die RBW wurden die Betriebe Stefan Göggerle, Dalkingen, Markus und Kerstin Mock, Markdorf und Alois Renz, Bad Wurzach ausgezeichnet.

 

 

Nachzuchten

Anlässlich der RBW-Schau 2014 konnten wieder interessante Nachzuchten gezeigt werden. Mit Ofir war es gelungen, von einem breiteingesetzten genomischen Fleckvieh-Jungbullen bereits aus der kleinen Gruppevon ersten Töchtern eine überzeugende Nachzuchtgruppe von 8 Töchtern zu zeigen. Ofir ist ein Hupsol-Sohn aus einer Safir-Mutter, des Betriebes Hans Daubinger, Oberdachstetten. Ofir wird eine mittlere Milchmenge hinterlassen und vor allem mit seinen überzeugenden Exterieurmerkmalen erneut einen breiten Einsatz erfahren. Seine Töchter sind mittelrahmig, mit sehr gut ausgebauter Mittelhand, die sich auf korrekten Fundamenten bewegen und zudem excellente Euter (124) aufweisen.

 

 

Der Typverstärker

Mit Butal konnte die Nachzucht eines rotbunten Bullensgezeigt werden, der bereits als genomischer Jungbulle im Einsatz war und bisheute Verwendung in Deutschland und Österreich erfahren hat. Seine erstenTöchter unterstrichen sein Vererbungsprofil, das den Bullen bei mittlererLeistung mit sehr viel Körper, viel Kraft in der Vorhand und guten Fundamentenbestätigt. Butal geht über Mr. Burns, Talent und Cliffhanger auf die Roxy-Familiezurück und damit auf eine der bekanntesten Kuhfamilien Nordamerikas.  5 Töchter des Bullen konnten gezeigt werden,die die Stärken des Bullen deutlich unterstrichen; Butal kann zur Verbesserungder Eiweißprozente, der Nutzungsdauer sowie zur Verbesserung von Körper undFundament eingesetzt werden, auf die Strichlänge ist bei der Paarung zu achten.

 

 

EinheitlicheTöchtergruppe

Mit Macdur gelang zudem bei den schwarzbunten Holsteinseine echte Sensation. Macdur, der über Durham auf die Blackstar-Raven-Familiezurückgeht, konnte mit der vorgestellten Nachzucht deutlich unterstreichen,dass dieser Bulle künftig mit seinen Töchtern auf den Schauen eine große Rollespielen wird. Macdur verbessert einheitlich Größe, Ausdruck und Stil, dieTöchter bewegen sich auf excellenten ideal gestellten Beinen. Glanzpunkt ist,wie erwartet worden war, die Eutervererbung.

 

 

Große Anzahl an Meldungen

Besonders erfreulich war die große Anzahl der Schaukühe.So nahmen zum ersten Mal 200 Kühe an der Schau teil, die aus etwa 500vorgestellten Tieren selektiert werden konnten. Speziell bei den Fleckviehzüchtern war die Begeisterung für die Schau sehr groß, so dass schlussendlich93 Fleckviehkühe am Wettbewerb teilnahmen. Mit vier großen Klassen der Erstkalbskühe startete die Schau und unterstrich von Anfang an das hohe Niveauder Euterselektion der letzten Jahre. Die erste Klasse wurde von einer bestens herausgebrachten Renstein-Tochter der Kuppler GbR, Schrozberg gewonnen. Die zweite Klasse konnte eine sehr elegante, euterstarke Rau-Tochter des Betriebes Joachim Keller, Allmendingen vor einer Robi-Tochter des Betriebes Klaus Mayer, Lindenhof für sich entscheiden. Die dritte Klasse ging an eine Hades-Tochterdes Betriebes Armin Winterhalder aus Tannheim, vor einer Samba-Tochter von Christoph Mayer, Welzheim. Eine herausragende Vorstellung lieferte die Klassen-Siegerin der vierten Klasse, die Rau Tochter Romy von Markus Scheuing, Berg, die nicht nur durch ihr extrem hoch und flach angesetztes Euterüberzeugen konnte, sondern auch bereits viel Tiefe und Kapazität zeigte, was ihr schließlich nicht nur den Klassensieg sondern auch den Titel der Siegerjungkuh einbrachte. Reservesiegerin wurde die Renstein-Tochter Kalinkader Kuppler GbR, Schrozberg.

 

 

Starke Euter

Das hohe Euterniveau setzte sich auch in den drei Klassender Zweitkalbskühe fort. Die erste Klasse wurde von der überragenden Rau-Tochter Emilia der Hof Aischland GbR gewonnen. Diese mittelrahmige Kuh zeigte ein sehr gutes Fundament, einen feinen Knochenbau, eine sehr harmonische Mittelhand und ein kaum zu schlagendes Euter mit guter Schenkeleuterbreite undTextur. Sie konnte sich vor die ebenfalls extrem komplette Idiom-Tochter Dunivon Markus Scheuing, Berg durchsetzen. Die zweite Klasse wurde der Malhaxl-Tochter Kimberly der Kuppler GbR, Schrozberg gewonnen, die dritte Klasse ging an die sehr stilvolle und kapazitätsstarke Imo-Tochter des Betriebes Thomas Zimmerer, Bad Saulgau, die sehr rahmige Kuh mit sehr gutem Euter konnte zudem den Titel der Reservesiegerin jung sichern, musste sich jedoch der Rau–Tochter Emilia geschlagen geben.

 

 

Ein Fleckvieh-Höhepunkt

Die 5 Klassen der Fleckviehkühe mit 3 und 4 Kälbern, dieum den Titel der mittleren Siegerin kämpften, waren ein züchterischer Höhepunkte der Veranstaltung. Die Klassen wurden von der Vanrog-Tochter Janavon Armin Winterhalder, Tannheim, von der Vanstein-Tochter Sophia von Daniel Schneider Gantenwald, von der Robi-Tochter Rita von Thomas Klenk, Dörrmenz, von der Vanel-Tochter Lissa von Dieter Stier, Schönenberg und von der Maro-TochterBritanie von der Hans Wirth GbR, Hermaringen gewonnen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass mit den Winnor-Töchtern Goldwinn und Waldfee (Besitzer:Thomas Bidlingmaier, Norbert und Sabine Bertel, Hasenweiler) oder den Rau-Töchtern Forelle und Lillie Marlen (Besitzer: Joachim Keller, Allmendingen,Hof Aischland GbR) und vielen anderen noch Kühe in der Konkurrenz liefen, die anderen Orts z.T. schon Schauen gewinnen konnten. Der Sieg der mittleren Küheging schlußendlich an die Maro-Tochter Britanie von der Hans Wirth GbR,Hermaringen vor der Vanrog-Tochter Jana von Armin Winterhalder, Tannheim.

 

 

Alte Kühe

Die alten Kühe traten in 3 Klassen an, allein 5 Kühe zeigten 8 und mehr Kalbungen, mit der Zeris-Tochter Bärbel von Thomas Klenk, Dörrmenz stellte sich sogar eine 100.000 kg Kuh der Konkurrenz. Die Klassen wurden von der überragenden Watmorr-Tochter Herta von Robert Böttle, Göffingen, von der Regens-Tochter Ariane der Kubach GbR, Langebeutingen und von der Romen-Tochter Ulli, von Heinz Hagel, Eisenschmiede gewonnen. Die Anzahl der Kalbungen und die Höhe des Euterbodens waren schließlich die Gründe, dass Verena Hussmann sich für Ariane als Siegerin alt entschied. Eutersiegerin wurde die Samen-Tochter Admira von Brunhilde Rinn, Raggenreute. Den Championtitel der Rasse Fleckvieh für das Jahr 2014 sicherte sich im Schlußbild die Rau-TochterEmilia der Hof Aischland GbR, die damit ihren spektakulären Auftritt abrundete. Fleischsieger wurde die Romsel-Tochter Schalmei der Siegfried und Eckard SperrGbR, Satteldorf.

 

 

Holsteins

Die Jungkuhklassen der Holsteins waren sehr stark und hochwertig besetzt, einige der gezeigten Erst- und Zweitplatzierten waren bereits oder werden noch auf nationalen und internationalen Schauen zu sehen sein. Die ersten beiden Klassen wurden von Sid-Töchtern des Betriebes Markus und Kerstin Mock, Markdorf gewonnen, die sich jeweils vor ebenfalls stilvolle Knowledge- bzw. Windbrook- Töchter setzen konnten. Herausragend und besondersauffällig war die Sid-Tochter Roxette, die Siegerin der zweiten Klasse, die bereits internationale Erfahrung hatte und mit ihrem Stil, der Feinheit im Skelett und ihrem überragenden Euter nicht nur ihre Klasse gewinnen konnte,sondern schließlich auch Siegerjungkuh wurde. Die dritte Klasse wurde von der Damion-Tochter Talea von Uwe Maier, Reitprechts gewonnen, die auch Reservesiegerin wurde. Die vierte Klasse wurde von Josef Gloning, Buchhausen gewonnen, die sich vor einige Macdur-Töchter setzen konnte.

 

 

Bullenmütter im Wettbewerb

Die erste Klasse der Zweitkalbskühe ging an dieBoltfran-Tochter Rosma von Josef Gloning, Buchhausen, die sich gegen eineDamion-Tochter aus dem gleichen Bestand durchsetzen konnte, diese stilvolle gutentwickelte junge Kuh konnte sich zudem den Titel als Reservesiegerin hinterder Siegerin der zweiten Klasse der Alexander-Tochter Rihanna von Markus undKerstin Mock, Markdorf, sichern, die aufgrund ihres kompakten und drüsigen Euters, das mit einem sehr deutlichen Zentralband ausgestattet war, zudem auch Eutersiegerin Holsteins wurde. Die dritte Klasse der Zweitkalbskühe wurde von der Gavor-Tochter Ideal gewonnen, die zugleich Mutter der Besamungsbullen Evor und Moor ist. 

 

 

Bekannte Kühe

Die mittleren Kuhklassen wurden von zwei sehr bekannten und speziellen Kühen angeführt, Siegerin der ersten Klasse wurde die Dundee-Tochter Cleo, die bereits auf europäischer und deutscher Ebene die Fahnen des Landes vertreten hatte und sich mit einer gewaltigen Mittelhand und einem beeindruckenden Euterkörper zeigte. Die zweite Klasse ging an die große und sehr breit ausgelegte Gibson-Tochter Dasie von Uwe Maier, Reitprechts, die sich aufgrund ihres noch höher angesetzten Euters nicht nur in der Klasse sondern auch in der Siegerauswahl durchsetzen konnte und damit vor Cleo denTitel Siegerin mittel holte. Die älteste Kuhklasse und damit der Titel der Siegerkuh alt ging an die bekannte BG Dante-Tochter Lottery, die wie die zweitplatzierte Ramos-Tochter Hillary bereits sowohl auf heimischer als auch nationaler EbeneTitel geholt hatte. Beide stammen aus dem Betrieb von Markus und Kerstin Mock, Markdorf. Der Championtitel Holsteins ging jedoch an die alles überragende Gibson- Tochter Dasie von Uwe Maier, Reitprechts, die durch Stil und Formatüberzeugte und an diesem Tag nicht zu schlagen war.

 

 

Braunvieh

Die Konkurrenz der Braunvieh-Kühe war wie selten zuvorsehr einheitlich auf hohem Niveau und geprägt durch sehr große ausbalancierte Kuhklassen mit einer Kalbung. Jeweils zwei Jungkuhklassen rangen um die Titelder Siegerjungkuh und der Siegerin jung und zeigten durch ihr hohes Niveau der jungen Kühe, dass die nächste Generation an Schaukühen bereits in denStartlöchern steht. Die erste Klasse wurde von der Agian-Tochter Evelin von Alois Müller Witschwende, vor der Viray-Tochter Iskia von Ulrich Graf, Samengewonnen. Evelin wurde zudem Reservesiegerkuh. Die zweite Klasse und der Siegertitel ging an eine sehr scharfe, große und stilvolle Payssli-Tochter, dieKuh Arizona aus dem Bestand von Edwin Kling, Murrwangen, die sich auch denTitel der Siegerjungkuh sicherte.

 

 

Payssli-Töchter im Wettbewerb

Auch die dritte Klasse wurde mit Birma von Ernst Rau,Bünzwangen von einer Payssli-Tochter gewonnen, die zudem Reservesiegerin jung wurde. In der Summe waren allein 6 Töchter des Spitzenbullen Payssli im Wettbewerb, die viel Werbung für den Bullen machten. Den Siegertitel jung holte sich die sehr große und elegante Joel-Tochter Criska von Martin Riss, Dietmanns, die zudem die vierte Klasse gewinnen konnte. Criska geht auf die bekannte Jetway-Crystal zurück. Die mittleren Kuhklassen mit 2 und 3 Kälbern konnten von der sehr jugendlichen und kompletten Vasir-Tochter Lena von Peter Rohmer, Oberopfingen und der körperstarken und sehr langen Juleng-Tochter Nancyvon Friedrich Sauter, Krattenweiler gewonnen werden, diese beiden Kühe machtendann auch den Sieg untereinander aus, wobei sich die feinzellige Nancy vor dieVasir-Tochter Lena setzen konnte.

 

 

Masbal stellt Champion

Die erste Klasse der alten Kühe konnte von der Masbal-Tochter Belena von Franz Josef und Gabriele Kramer, Erolzheim vor der Diego-Tochter Porsche von Josef Hecht, Ochsenhausen gewonnen werden. Die zweite Klasse wurde bestimmt von der Pronto II-Tochter Holga der Neuhauser GbR, Dietenheim. Den Siegertitel der alten Kühe konnte sich die Masbal-Tochter Belena vor ihrer Klassenreservesiegerin Porsche sichern, da sie sich mit 4 Kälbern und einem sehr drüsigen Euter, das kompakt aufgehängt war, hervorheben konnte. Dies brachte ihr neben dem Titel der Eutersiegerin später zudem denTitel der Champion Kuh Braunvieh ein.

 

 

In der Summe konnte die RBW auf ihrer Landesschau auf einen nie dagewesenen Besuch blicken, der neben der hohen Tierqualität und dem großen Schaukontingent auch der einzigartigen Verlosung sowie den interessanten Schaurabattaktionen geschuldet war. Der Hauptgewinn, der RBW-up, blieb im Lande und wurde von einem Zuchtbetrieb im Landkreis Waldshut–Tiengen gewonnen. Wieder einmal konnte mit einem umfangreichen Schaukontingent die züchterische Arbeitder heimischen Züchter einem breiten Publikum vorgestellt werden, den Besuchern bleiben die herausragenden Kühe mit ihren überzeugenden Eutern hoffentlichlange im Kopf.

 

Dr. Weidele

 

RBW Schau 2014 Siegerliste
Siegerkuh Fleckvieh jungSiegerkühe Fleckvieh mittelTöchtergruppe MacdurTöchtergruppe Ofir
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