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11.11.2015
Oberschwäbischer Fleckviehtag 2015

Die Zuchtvereine Bad Saulgau-Riedlingen, Biberach-Aulendorf, Blaubeuren, Ehingen, Ravensburg und Reutlingen luden ein und stellten sich dem Urteil des Preisrichters Johannes Huber aus Haundorf. Trotz des guten Silierwetters waren viele interessierte Züchter aus ganz Baden-Württemberg der Einladung gefolgt und schufen eine angenehme Schauatmosphäre. Neben den Einzelklassenentscheidungen waren auch Titel als Fleischsieger, Eutersieger und der Titel im Vereinscup zu vergeben. Begleitet wurde die Schau zudem von der eigens für diese Schau gegründeten Oberschwäbischen Fleckviehkapelle.


Sehr hochwertig starteten die jungen Kuhklassen der Erstkalbskühe. Sehr auffällig waren dabei die Töchter der Bullen Ofir, Vaudela, Vanel und Valot, die viele der vorderen Plätze bestimmten. Diese zum Teil sehr euterstarken Kühe zwangen den Preisrichter mehrfach sich zwischen einer Betonung des Euters oder des Formates bei seinen Entscheidungen abzuwägen, wobei er sich gelegentlich auch für den stärkeren Typ entschied. Die erste Klasse der Jungkühe wurde von einer extrem ausbalancierten Ofir-Tochter aus dem Betrieb Brunhilde Rinn, Ragenreute gewonnen, die vor allem durch ein sehr breites Hintereuter überzeugen konnte.


Die zweite Klasse der Jungkühe wurde von der Vaudela-Tochter Lavinia aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler für sich entschieden. Neben einer unglaublichen Entwicklung im modernen Fleckviehtyp überzeugte die elegante Jungkuh vor allem durch ein sehr gut platziertes Euter mit sehr hohem und langem Hintereuter, eine Kuh, die von einigen schon zu diesem Zeitpunkt sehr hoch gehandelt wurde. Mit einer Wille-Tochter konnte die Betriebsgemeinschaft Leitersbuch die dritte Jungkuhklasse für sich entscheiden. Ebenfalls sehr auffällig war die Wille-Tochter Ludmilla von Dieter Schwarzmann, Allmendingen, die sich allerdings in ihrer Klasse der Vanel-Tochter Tara von Alfred Berger, Mieterkingen geschlagen geben musste. Diese konnte durch sehr gute Eutertextur und einen sehr kompakten und kompletten Körperbau punkten. Diese beiden Kühe machten schließlich auch die Entscheidung der Siegerjungkuh unter sich aus, der folglich an Tara von Alfred Berger vergeben wurde.


Die erste Klasse der Zweitkalbskühe war extrem hochwertig besetzt. Mit der Bundesschaukuh Leandra, der Vaudela Tochter Gyldela und der Winnor-Tochter Alina traten überzeugende Euterkühe gegeneinander an. Schließlich war es Leandra aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler, die sich aufgrund ihres sehr harmonischen, drüsigen Euters gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen konnte. Die zweite Klasse wurde von der Romario-Tochter Lupe von Edwin Schelkle, Mieterkingen für sich entschieden. Den Siegertitel der jungen Kühe mit zwei Kälbern machten die Romario Tochter Lupe und die Opstein-Tochter Leandra unter sich aus, wobei die Entscheidung aufgrund des besseren Euters klar auf Leandra fiel. Zudem zeigte diese mittelrahmige Kuh viel Harmonie im Körper und ein sehr feines Skelett.
 

Die Drittkalbskühe traten in drei Klassen gegeneinander an. Dabei wurde die erste Klasse von der Rau-Tochter Grainy, aus dem Bestand der Familie Keller aus Allmendingen klar gewonnen. Sie konnte durch eine sehr gute, harmonische Entwicklung punkten und zeigte zudem einen sehr schönen Euterkörper mit bestem Zentralband. Die zweite Drittkalbskuhklasse entschied die sehr korrekte Round Up-Tochter Marita von Hansjörg Schilling, Blaubeuren für sich. Von spezieller Machart und der Rau-Tochter Grainy sehr ähnlich war die Siegerin der dritten Klasse, die Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing, Berg. Auch sie hatte schon in der Vergangenheit Schauerfahrung gesammelt und in Bad Waldsee an diesem Wochenende ihren großen Auftritt. In allen Körpermaßen ausbalanciert, ein feines Beinwerk und vor allem ein fehlerfreies Euter mit sehr breitem und hohem Hintereuter ließen sie nicht nur die Klasse sondern auch den Siegertitel der mittleren Kühe für sich entscheiden, den sie sich vor der Rau Tochter Grainy der Familie Keller sicherte und sich somit auch gegen die Viert- und Fünftkalbskühe behaupten konnte.


Die erste Klasse der Viertkalbskühe konnte die Rau-Tochter Inka der Familie Gassner, Hundersingen für sich entscheiden, die die Siegerin des letzten Fleckviehtages die Mabax-Tochter Goldrose von Alois Müller, Atzenreute schlagen konnte. Die zweite Klasse entschied die Vaustria-Tochter Waldau von Brunhilde Rinn, Ragenreute für sich. Auch die Klassen der Fünftkalbskühe konnten von bekannten Schaukühen gewonnen werden. So dominierte die Bundesschaukuh Limette aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler, die zugleich die Mutter der Siegerin Jung ist, ihre Klasse eindeutig durch ihr sehr drüsiges und sehr straff aufgehängtes Euter. Dieses Euter, welches nach fünf Kälbern noch sehr frisch, unverbraucht und kompakt wirkte, brachte der Kuh in einer der spannendsten Schlußentscheidungen zudem den Titel der Gesamteutersiegerin ein, den die Kuh bereits vor zwei Jahren erringen konnte. Die zweite Klasse wurde von der Romorb-Tochter Jumo von Thomas Zimmerer, Eselsmühle gewonnen, die vor allem durch ihr gewaltiges, stilvolles Format überzeugen konnte. Die Klassen der alten Kühe entschieden die Ratgeber-Tochter Genovea der Familie Keller, Allmendingen und die Hutmann-Tochter Gitta von Alois Müller, Atzenreute für sich. Dabei konnte Genovea sogar die ehemalige Grand Champion Kuh der RBW-Schau Forewer schlagen. Unter den alten Kühen war auch die spätere Fleischsiegerin, die Walbo-Tochter Dorwa von Hansjörg Schilling, die ebenfalls schon Schauerfahrungen auf Landesebene sammeln konnte.


Beim Vereinscup traten jeweils drei Kühe aus den Gebieten der einladenden Zuchtvereine gegeneinander an. Zu werten war neben dem Niveau der Einzeltiere vor allem die Einheitlichkeit der Gruppe. Der Zuchtverein Ehingen trat unter anderem mit den zwei überzeugenden Rau-Töchtern Romy und Grainy gegen die Konkurrenz an und konnte so klar den Wettbewerb für sich entscheiden.

In einem atemberaubenden Schlußbild präsentierten die Fleckviehzüchter noch einmal die Siegertiere zur Wahl der Miss Oberschwaben. Dabei verdeutlichte dieses Bild das sehr hohe Niveau der Schau, bei der Landes- und Bundesschaukühe in großer Zahl vertreten waren und vor allem durch die Euterqualität die spezielle Ausrichtung der heimischen Züchter unterstrichen. Dennoch war die Wahl der Championkuh recht eindeutig, da sich an diesem Tag die Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing, Berg noch etwas von den anderen Kühen abhob und durch ihre Ausstrahlung, Harmonie im Körperbau und ihr breites und hohes Hintereuter nahezu alle Zuschauer in ihren Bann ziehen konnte.


In der Summe war der zweite oberschwäbische Fleckviehtag ein großer Erfolg, der durch guten Besuch und sehr hochwertige Kühe den großen Aufwand der organisierenden Zuchtvereine belohnte und nach diesem Fest der Kuh alle interessierten Züchter mit Freude an schönen Kühen nach Hause entließ.

 

Dr. A. Weidele

Platzierungsliste
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