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01.11.2019
Oberschwäbischer Fleckviehtag
Miss Oberschwaben Mint-Tochter Golden-Sun von Familie Keller, Hausen
Miss Oberschwaben Mint-Tochter Golden-Sun von Familie Keller, Hausen

Eine neue Miss für Oberschwaben

Bereits zum vierten Mal wurde beim Oberschwäbischen Fleckviehtag die schönste Kuh aus Oberschwaben gesucht. Am letzten Sonntag im Oktober trafen sich die Züchter der ausrichtenden Vereine aus Aulendorf/Biberach, Bad Saulgau/Riedlingen, Blaubeuren, Ehingen, Ravensburg und Reutlingen mit ihren besten Kühen im Auktionszentrum Süd in Bad Waldsee. Zum zweiten Mal wurde auch heuer ein Gastverein geladen und so hatten die Züchter aus Ulm/Heidenheim die Chance, sich mit ihren schönsten Kühen um die Gunst des Preisrichters zu mühen. Überwältigt von der großen Meldemoral der beschickenden Betriebe standen letztendlich 161 Tiere aus 35 Betrieben im Schaukatalog.

Auf dem Weg zur Miss Oberschwaben 2019 wurden zunächst vier verschiedene Alterssieger sowie die Jungkuh mit dem besten Euter, als auch die beste Euterkuh der Mehrkalbskühe gesucht. Außerdem wird traditionell eine Fleischsiegerin, die die Doppelnutzungseigenschaften am deutlichsten verkörpert, prämiert. Aus allen Siegertieren wird im großen Finale die neue Miss gekürt.

In vier Klassen traten die Jungkühe gegeneinander an. Den ersten Ring entschied die bereits bekannte und extrem kalibrige Isimo-Tochter Zitrone von Alexander Fuchs für sich. Ihr folgte eine sehr euterstarke Herzschlag-Tochter Wendy von der Bertel GbR, die sich auch gleich als beste Euterkuh für den Eutersieg der Jungkühe qualifizierte. Auch die zweite Klasse wurde von einer bereits bekannten Jungkuh dominiert. Hier setzte sich die Morata-Tochter Heike von Joachim Keller, die bereits auf der German Dairy Show in Oldenburg die Jungkuhklasse dominierte, durch. Ihr folgte die spätere Eutersiegerin der Jungkühe - die mit bestem Euter ausgestattete Evergreen-Tochter von der Amann GbR aus Schattbuch. Perfekter Sitz, langer Euterkörper und feinste Textur brachten den souveränen Preisrichter Reinhard Scherzer aus Kärnten schon bei der Kommentierung der Klasse ins Schwärmen. Wiederum eine Kuh von Joachim Keller sicherte sich den ersten Platz im dritten Ring. Die Haribo-Tochter Get-Money verwies die typstarke und im Euter beinahe fehlerfreie Zepter-Tochter Gronkowski von der Karl-Martin und Partner Mayer GbR auf den zweiten Rang. In der letzten Klasse der Jungkühe überzeugte ebenfalls die bereits national bekannte Haribo-Tochter Sandy von Robert Böttle vor der extrem kalibrigen Vulkan-Tochter Kavu von Alfred Berger (Katalog Nummer 51a).

Diese Vulkan-Tochter war es auch, die bei der späteren Fleischsiegerauswahl ganz vorne stand. Am Ende der Laktation zeigte sie einen überragenden Fleischansatz und stellte andere, meist deutlich ältere Kühe sprichwörtlich in den Schatten.

Durch die sehr weite körperliche Entwicklung, aber auch durch eine souveräne Vorführleistung konnte die Isimo-Tochter Zitrone als Jungkuhchampion vor der Morata-Tochter Heike prämiert werden. Die Qualität der Jungkuhklassen mit teils regional und national bekannten Jungkühen machte Lust auf mehr. So war das Publikum, auf den vollen Rängen, nach einer spannenden ersten Siegerauswahl, warm und heiß auf die älteren Kühe.

In drei Klassen wurden die Kühe mit zwei Kälbern eingeteilt. In der ersten Klasse rangierte der Preisrichter auch die spätere Siegerkuh Jung auf den vordersten Platz. Die sehr körperstarke und mit hervorragendem Euter ausgestattete Mint-Tochter von Alfred Berger überzeugte so sehr, dass sie auch als Euterkuh eine Rolle spielte. Sie rangierte vor einer ebenfalls im Euter sehr korrekten Raldi-Tochter von Thomas Gassner. Raldi stellte auch die Siegerin in der zweiten Klasse. Lousiana von derMarkus Wirth GbR lief hier vor einer noch jungen, aber bereits weitentwickelten Vaudela-Tochter von Georg Henner. Den dritten Ring entschied die Mint-Tochter Linett für sich. Sie stammt aus einer in Oberschwaben und darüber hinaus bekannter Kuhfamilie. Sie dominierte vor einer sehr harmonischen Manton-Tochter von Helmut Schöllhorn. Die Raldi-Tochter Lousiana war es auch, die sich den Reserve-Sieg der Kühe mit zwei Abkalbungen sicherte.

Kühe mit drei und vier Kälbern waren es, aus denen die Siegerkuh Mittel gesucht wurde. Im ersten von drei Ringen mit Drittkalbskühen rangierte eine Mint-Tochter von Joachim Keller mit hervorragendem Niveau im Euterboden und reifer Entwicklung im Körper vor einer großrahmigen Manor-Tochter von Alexander Fuchs. Im zweiten Ring erhielt die große und mit bestem Fundament ausgestattete Polarstern-Tochter von Eberhard Ableiter den Vorzug vor der Zaradin-Tochter Rosi von Roman Waibel. Nach ihrem Jungkuh-Eutersieg vor zwei Jahren, spielte auch sie verständlicher Weiße eine Rolle bei der Eutersieg-Auswahl. Die Siegerin im nächsten Ring überzeugte den Preisrichter mit ihrer besseren Seite. Die typstarke Hurrican-Tochter von der Bertel GbR verwies die ebenfalls körperstarke Vaust-Tochter von Alexander Fuchs auf den zweiten Platz.

Den ersten von zwei Ringen der Kühe mit vier Kälbern entschied eine rahmige und mit viel Frische im Euter ausgestattete Irola-Tochter vom St. Konradihof für sich. Ihr folgte eine ebenfalls harmonische Williams-Tochter von Edwin Schelkle. Den Erfolg im zweiten Ring sicherte sich die willenstarke und mit bestem Euter ausgestattete und bekannte Rave-Tochter Highnoon von Joachim Keller vor einer sehr ausgeglichenen Vulcano-Tochter von der Amann GbR.

Letztendlich Siegerin Mittel wurde in einem spannenden kleinen Finale die Mint-Tochter Golden-Sun von Joachim Keller vor der Irola-Tochter Kassel vom St. Konradihof. Die beinahe komplette und fehlerfreie Golden-Sun und die vermeintliche Leichtigkeit von Kassel überzeugten Reinhard Scherzer hier.

Bei den Kühen mit fünf Kälbern wurde das erste Siegergespann für die Auswahl der Sieger Alt gesucht. Durchsetzen konnte sich hier die überregional bekannte und typstarke Rauwat-Tochter Lexa von Familie Bertel vor der euterbetonten Rave-Tochter von Claudia Bertsch. Im ersten von zwei Ringen von Tieren mit sechs und mehr Abkalbungen dominierte eine sehr typstarke und mit extrem langem Euter ausgestattete Vaudela-Tochter von Joachim Keller. Sie war es auch, die letzendlich den Reserve-Sieg der älteren Kühe behauptete. Sie verwies in der Vorauswahl die sehr jugendliche Ofir-Tochter von Roman Waibel auf den zweiten Rang. Den zweiten Ring entschied die mittelrahmige und sehr jung wirkende Romario-Tochter von Edwin Schelke für sich. Ihr folgte eine Hamba-Tochter von Markus Scheuing, welche auch aufgrund ihrer Frische im Euter als Euterkuh nominiert wurde.

Als Zwischen-Highlight und meisterlich begleitet von der Fleckviehkapelle zu „We are the Champions“ von Queen, kommentierte der Preisrichter eine Klasse nur aus Lebensleistungskühen. Unter diesen waren sogar zwei Kühe dabei, die bereits über 100.000 kg Milch produzierten. Außer Konkurrenz fand Reinhard Scherzer die passenden Worte für solche verdienten Kühe. Dies waren Hanna eine Engadin-Tochter des St. Konradihof und Gastein, eine Vanstein-Tochter von Joachim Keller. Als letztendliche Siegerin der Lebensleistungsklasse ging die allseits bekannte Winnor-Tochter Limette von der Bertel GbR hervor, die auch jetzt kurz vor dem neunten Kalb noch immer unantastbar in ihrer Euterqualität ist. Auf den zweiten Platz wurde die noch ebenfalls sehr unverbrauchte Robi-Tochter Ramona von Georg Kübler gereiht.

Der Wettbewerb unter den Vereinen wurde beim inzwischen schon traditionellen Vereinscup ausgetragen. Für den Preisrichter war die Bewertung und Reihung von diesen Dreier-Kuhgruppen eine neue Erfahrung, an der er aber sehr viel Freude gefunden hatte. Mit detaillierter Besprechung, der im Vorfeld der Schau zusammengestellten Kuhgruppen, hatte er das Publikum mehr als fasziniert. Letztendlich konnte die Ehinger Gruppe ganz knapp zum dritten Mal den Vereinscup verteidigen, wobei der Preisrichter lange an der ansprechenden Euterqualität, hier vor allem in den sehr guten Schenkeleutern, der Ulm/Heidenheimer Gruppe Gefallen gefunden hatte.

Als vorletzter Höhepunkt der Schau stand die Wahl der Eutersiegerin an. In einer engen Entscheidung zwischen den Favoritinnen Raldi Lousiana, Rosi Zaradin und Limette Winnor konnte sich die noch junge Lousiana von Markus Wirth GbR durchsetzen.

Zur Miss-Wahl haben sich elf Siegertiere im Ring versammelt. Bei bester Stimmung und dennoch fast zerreißender Anspannung, kürte der Preisrichter die Mint-Tochter Golden-Sun von Familie Keller zur neuen und mindestens zwei Jahren amtierenden Miss Oberschwaben

Zum Abschluss bedankte sich Reinhard Scherzer bei den Beschickern für die hohe Qualität der Tiere und ermunterte die Züchter sich weiterhin zu engagieren und die Fleckviehzucht voran zu treiben.

Der Vereinscup ging erneut an den Zuchtverein EhingenTop Qualität vor vollen Rängen 
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