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13.03.2012
RBW - Schau: Beeindruckende Qualität in Ilshofen
Renwart - Töchter
Renwart - Töchter

176 Kühe der Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh stellten sich am 11.März anlässlich der RBW-Schau in der Arena Hohenlohe den kritischen Augen der Preisrichter und des Publikums. Wie zu erwarten war, zeigten die Tiere vor allem eine klare Selektion auf sehr gute Euter und gute Fundamente und brachten damit die Schwerpunkte der baden-württembergischen Rinderzucht in beeindruckender Weise zum Ausdruck. Mit diesem Aufgebot an Tieren und der großen Besucherzahl gehört die RBW-Schau mittlerweile zu den größten Rinderschauen in Deutschland.

Drei Nachzuchten aus dem Wiedereinsatz

Mit gleich drei Fleckviehnachzuchten aus dem Wiedereinsatz untermauerte die RBW die solide Durchführung der Zuchtprogramme. Mit Renwart konnte der breit als Bullenvater eingesetzte Rentar-Sohn mit Töchtern aus dem breiten Einsatz vorgestellt werden. Gleichzeitig wurde der Züchterabend genutzt, auch den Züchter des Bullen, Herrn Karl-Heinz Bischoff aus Mahlspüren zu ehren. Renwart-Töchter zeigen sich knapp mittelrahmig, mit guten Fundamenten ausgestattet und überzeugen vor allem in allen Eutermerkmalen. Die Euter sind sehr gut in Vordereuter und Schenkeleuter platziert und werden von einem deutlichen Zentralband gehalten. Die Strichplatzierung ist ideal, auch wenn die Striche kurz und dünn sind. Mit seiner nun  in größerer Zahl anlaufenden Töchterzahl aus dem Wiedereinsatz bestätigt er die hohen Erwartungen aus dem Testeinsatz.
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Renwart

Mit Robi wurde zudem ein Romel-Sohn aus dem Wiedereinsatz gezeigt, dessen Töchter aus dem Schaukontingent rekrutiert werden konnten. Robi war über Jahre der meist eingesetzte Bulle des Gebietes, da er sich durch leichten Kalbverlauf und gute Euter auszeichnete. Vor allem die Überlegenheit im Euter konnten die am Züchterabend präsentierten Töchter deutlich unterstreichen. Sehr kompakte Euter, gute Zentralbänder und ideale Strichstellung und –form rundeten den Gesamtweindruck ab. Robi braucht zur Paarung eine stabile, rahmige Grundlage, kann dann allerdings Schaukühe produzieren, am Schautag sollte sich zeigen, dass er in der Lage ist Eutersiegerkühe zu hinterlassen.
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Robi

Als dritter Bulle wurde eine Gruppe von Vodach-Töchtern gezeigt. Seine Töchter befanden sich zum Teil bereits in der zweiten und dritten Laktation und überzeugten durch eine tiefe, offene Rippe und unglaubliche Kapazität. Dabei bewegten sie sich auf sehr feinen optimal gestellten Beinen. Glanzpunkt waren auch hier die Euter, die ähnlich wie die ersten beiden Bullen unterstrichen, dass vor allem die Eutervererbung in Baden-Württemberg ein besonders wichtiges Merkmal darstellt. Die ausgestellten vier Vodach-Töchter ließen bereits am Züchterabend erahnen, dass der Schauwettbewerb am nächsten Tag besonders spannend werden würde. Während von Vodach jedoch das Sperma inzwischen zur Neige gegangen ist, ist von Robi und Renwart noch Sperma vorhanden, von Renwart befindet sich bereits mit Reonis sein interessantester Sohn im Besamungseinsatz.
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Reonis

Große Jungkuhklassen

Mit fünf Jungkuhklassen waren es vor allem die jungen Kühe, die bei der Rasse Fleckvieh deutlich beeindrucken konnten. Als Preisrichter war der aus Haundorf in Bayern stammende Johannes Huber doch einige Male gefordert im Detail zu entscheiden, welche Kuh ganz vorne auf dem Treppchen steht. Insgesamt stellten sich 80 Fleckviehkühe dem Wettbewerb. Vor allem die sehr gut herausgebrachten Euter zeigten sehr eindrucksvoll, wo die Schwerpunkte der Züchter liegen. Diese hohe Qualität an Euterkühen traf aber auch den Schwerpunkt des Preisrichters, der sich vor allem bei den jungen Kühen für jugendliche Kühe mit fehlerfreien Eutern entschied. Erfreulich bei der Durchsicht der Klassen war zudem, dass sehr viele heimische Bullen erfolgreich waren allein 9 der 13 Fleckviehklassen wurden von RBW Bullen gewonnen. Neben den vielen Robi- und Vodach-Töchtern fielen zudem die ersten sehr guten Iner-Töchter sowie Töchter von Ratgeber, Ifrat, Vandol und Zasromen auf.

Heimische Bullen bestimmend

Die ersten beiden Jungkuhklassen waren gekennzeichnet durch sehr frische jugendliche Jungkühe, die erste Klasse endete mit einem Doppelsieg für den Betrieb Hans Wirth, Hermaringen, der mit einer sehr kompletten, schicken Rotax-Tochter vor einer sehr feinen Rau-Tochter die Klasse gewinnen konnte. Die zweite Klasse der Jungkühe wurde von der sehr großen, aber bereits sehr tiefen Vodach-Tochter Barbara aus dem Betrieb der Haussler GbR, Pfedelbach gewonnen, die durch eine hervorragendes Schenkeleuter überzeugen konnte. Die dritte Jungkuhklasse konnte von einer sehr stilvollen Iner-Tochter aus dem Bestand von Dieter Stier aus Untermünkheim vor einer Robi-Tochter aus dem Betrieb Martin Albrecht, Gingen für sich entschieden werden. Auch die vierte Jungkuhklasse ging an eine Iner-Tochter, an die Kuh Rosa von Gerhard Fassnacht in Horb. Diese mittelrahmige Kuh war fehlerfrei  und sehr harmonisch in allen Körpermerkmalen und konnte sich vor allem wegen des besser ausbalancierten Euters vor die Robi-Tochter Enny des Betriebes Kuppler, Reupoldsrot an die Spitze der Klasse setzen. Die letzte Klasse der Jungkühe zeigte schon reifere und weiter entwickelte Jungkühe und konnte folgerichtig von der sehr stabilen aber immer noch sehr korrekten Imo-Tochter Leika von Otto Hennegriff aus Limbach für sich entschieden werden. Die Siegerentscheidung bei den Erstkalbskühen wurde dann zwischen der Rotax-Tochter Lorett und der Iner-Tochter Rosa ausgetragen. Der Preisrichter entschied sich für die etwas größere, feinere Lorett womit der Siegertitel der Jungkuhklassen an den Betrieb Hans Wirth, Hermaringen ging.

Euter vor Typ

Die Zweitkalbskühe wurden in drei Kuhklassen gerichtet und waren mit Siegerkühen der vergangenen Jahre stark besetzt. Die erste Klasse konnte gleich klar von der Reservesiegerjungkuh des letzten Jahres, der Kuh Hanni von Heinz Hagel, Sulzbach für dich entschieden werden. Diese Kuh nun mit zwei Kälbern zeigte einen beeindruckenden Euterkörper, mit unglaublicher Textur. Dies kombinierte sie mit einer guten Körperbreite. Sie schlug in ihrer Klasse zwei sehr harmonische kompakte Kühe aus dem Betrieb Bertel, Hasenweiler, die sich dem unglaublichen Euterausdruck geschlagen geben mussten. Die zweite Klasse konnte die Ratgeber-Tochter Luzifer aus dem Betrieb Andrea und Rudolf Raff, Möhringen, die bereits vor zwei Jahren Siegerin der Erstkalbskühe gewesen war, für sich entscheiden. Sie konnte vor allem durch ihre gewaltigen Körpermaße und den beeindruckenden Schautyp die Marel-Tochter Halisares aus dem Betrieb Wirth, Hermaringen schlagen. Die dritte Klasse wurde von der Siegerjungkuh des letzten Jahres der Hutmann-Tochter Ginster des Betriebes Markus Scheuing, Berg gewonnen. Sie war bereits länger in Milch und zeigte einen korrekten, geschlossenen Körperbau, musste sich aber bei der Siegerentscheidung den frischen Kühen Hanni und Luzifer geschlagen geben. Diese sicher spannende Entscheidung konnte die Inny-Tochter Hanni von Heinz Hagel, bedingt durch den lebendigeren Euterausdruck für sich entscheiden.

Zasromen stellt Sieger

Die Klassen der Drittkalbskühe wurden von der Zasromen-Tochter Forewer von Joachim Keller, Allmendingen vor der sehr euterstarken Robi-Tochter Bastei aus dem Betriebe Thomas Bidlingmaier, Eislingen für sich entscheiden. Forewer zeigte nicht nur einen sehr hohen Euterboden sondern auch ein nahezu fehlerfreies Fundament und  trotz der drei Kälber eine sehr jugendliche Frische. Die zweite Klasse konnte die Grand Championkuh des letzten Jahres, Herta von Robert Böttle, Unlingen für sich entscheiden. Aufgrund des besseren Euterausdruckes ging die Siegerentscheidung an die Zasromen-Tochter Forewer vor der Watmorr-Tochter Herta als Reservesiegerin.

Die alten Kühe wurden in drei Klassen gerichtet, wobei die erste Klasse von der sehr kalibrigen Romsel-Tochter Omine aus dem Betrieb von Georg Henner, Ballendorf, gewonnen wurde, auch sie konnte damit den Erfolg des Vorjahres wiederholen. Die zweite Klasse ging an die bekannte Regens-Tochter Ariane aus dem Betrieb der Kubach GbR, Langenbrettach. Die dritte Klasse ging an eine der ältesten Kühe der Schau, die Kuh Ulli von Heinz Hagel, Sulzbach, die sich dann auch in der Siegerentscheidung gegen die Regens-Tochter Ariane durchsetzen konnte, auch wenn Ariane über das korrektere Schenkeleuter verfügt hat.

Die Entscheidung des Grand Champion wurde schließlich ausgemacht zwischen den Siegern der Zweit- und Drittkalbskühe und konnte aufgrund des kompakteren Euters mit dem noch deutlicheren Zentralband von der sehr ausbalancierten Zasromen-Tochter Forewer für sich entschieden werden, der Titel ging somit an den Betrieb Joachim Keller, Allmendingen. Der Eutersieg der Rasse Fleckvieh ging an die Robi-Tochter Bastei von Thomas Bidlingmaier, Eislingen.

Dr. A. Weidele

Ergebnisliste Preisrichten
Renwart - TöchterRobi - TöchterChampionauswahl FleckviehChampion Zasromen - Forewer
Vodach - TöchterJungkuh - EntscheidungStiermütter mit Champion Zasromen - Forewer Stiermütter mit Eutersiegerin Robi - Bastei
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