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11.09.2015
Fleckvieh ist der Publikumsmagnet
Dauerleistungschampions
Dauerleistungschampions

Beim Preisrichten waren die Plätze in der FIH-Tierarena voll gefüllt. Hochrangige Ehrengäste, angeführt von Bundesminister Andrä Rupprechter, dem bayerischen Staatsminister Helmut Brunner und Landesrat Max Hiegelsberger machten den Milchbauern Mut

Gäste aus den Ländern Nordirland, Irland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Türkei, Bosnien, Italien, Brasilien, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Polen, Tunesien und Algerien überzeugten sich vom hohen Standard der Fleckviehzucht

 

Sehr starke Wille–Töchter

Über 100 hervorragende Spitzentiere der besten Doppelnutzungsrasse der Welt wurden in hervorragender Art und Weise - rasch, kompetent und bestens nachvollziehbar – von Ernst Grabner, Zuchtleiter des NÖ Genetik Rinderzuchtverbandes gerichtet. In jeder Gruppe wurden die ersten drei Tiere gereiht. Den Auftakt beim Preisrichten machten die imposanten Altstiere. Es gewann der bewährte Stierhälter Prammer aus Neumarkt i. M. mit dem enorm langen, noch immer sehr korrekten Vandor–Sohn Vandal vor dem Wille–Sohn Wikinger, hervorragend präsentiert von Josef Kimberger aus St. Ulrich b. Steyr. Nicht nur der Preisrichter, sondern das gesamte Fachpublikum war sehr positiv überrascht von den zahlreichen typstarken Wille–Töchtern unter der großen Anzahl der Erstlingskühe.

Bei den frisch melkenden Erstlingskühen setzte sich die sehr rahmige Wille–Tochter Penelope vom Betrieb Übetsroider, Nussdorf, vor der sehr harmonischen Zauber–Tochter Grace vom Betrieb Wendl aus der Oberpfalz durch. Penelope überzeugte nicht nur durch ihren sehr starken Typ, sondern vor allem auch durch das sehr fest sitzende, breit aufgehängte Euter. Zwei Kühe, die ganz nach den Vorstellungen des Preisrichters waren, wurden in der 2. Gruppe an die Spitze gereiht. Sowohl die Wille–Tochter Walli vom Betrieb Bramböck aus Angath, Tirol, als auch die Orbit–Tochter Marylin vom Betrieb Böhm aus Wertingen, DE präsentierten sich sehr elegant, mit super Fundamenten und exzellenten Eutern. Es entschieden Nuancen. Die Wille-Tochter Walli war etwas breiter im Becken und etwas tiefer in der Rippe. Walli wurde nicht nur Gruppensiegerin, sondern auch zum Champion bei den Erstlingskühen gekürt. Die hohe Qualität der Zweitgereihten in der Gruppe bewogen den Preisrichter auch den Reservechampion bei den Erstlingskühen an Marylin zu vergeben. Kühe mit hervorragenden Doppelnutzungseigenschaften und sehr drüsigen Eutern waren bei den altmelkenden Erstlingskühen auf den vordersten Plätzen. Eindeutige Gruppensiegerin wurde die Waldbrand–Tochter Morelle vom Betrieb Feichtlbauer, Raab. Sie setzte sich vor der mittelrahmigen Rave–Tochter Minni vom Betrieb Maislinger, Lochen, durch. Die hohe Qualität der Jungkühe wurde aber nicht nur durch die erstgereihten sondern durch alle ausgestellten Tiere eindrucksvoll bewiesen.

 

Fleckviehherz was willst du mehr!

In 5 verschiedenen Altersgruppen wurden die Stiermütter mit 2 bis 5 Abkalbungen gereiht. Los ging es mit den frischmelkenden Zweitkalbskühen. Den Ton in dieser Gruppe gaben Töchter von den bewährten „Eutermachern“ Waldbrand, Rave und Rau an. Gruppensieger wurde der Betrieb Günzinger aus St. Georgen b. Obg., mit der sehr rahmigen Waldbrand–Tochter Antarktis. Am 2. Platz folgte ihr, die mit einem exzellenten Euter ausgestattete, Rave–Tochter Billy vom Betrieb Rieser, Mörschwang. Bei den altmelkenden Zweitkalbskühen wurde die Strellas–Tochter Maxi vom Betrieb Steinmann Margit und Franz, Diersbach, Gruppensiegerin. Maxi bestach durch ihre Länge, ihren optimalen Doppelnutzungstyp, ihr stabiles Fundament und das lang angesetzte Euter. Auf Grund der vielen Vorzüge wurde sie auch Gesamtreservesiegerin bei den Stiermüttern. Über den zweiten Platz in der Gruppe freute sich der Betrieb Lauterbach aus Oberfranken. Sie holten diesen hervorragenden Platz mit der sehr eleganten Mertin-Tochter Bea. Das hohe Niveau der 1. Eurogenetik Fleckviehschau zeigte sich auch in der Gruppe der Kühe mit 3 Abkalbungen. In einer sehr knappen Entscheidung setzte sich der Betrieb Karrer aus Mettmach mit der sehr rahmigen Mandela–Tochter Wachau vor der Hupsol–Tochter Maja vom Betrieb Schipflinger aus Itter, Tirol, durch. Maja ist keine geringere als die „amtierende“ Bundesreservesiegerin der Erstlingskühe. Auch in der vierten Gruppe der Stiermütter, den Kühen mit 4 Abkalbungen, standen FIH-Züchter ganz vorne. Gruppensieger wurde die sehr rahmige Vinzenz-Tochter Gudrun vom Betrieb Kettl aus Mehrnbach vor der bekannten Imposium–Tochter Modei vom Betrieb Huemer aus St. Georgen im Attergau. Modei, die Mutter von Symposium, präsentierte sich ganz frisch nach der 4. Abkalbung. Eine kleine aber feine Gruppe waren die Kühe mit 5 Abkalbungen. Gewonnen hat hier die beeindruckende Malint–Tochter Almena vom Betrieb Scherzer, Paternion, aus Kärnten. Den 2. Platz in der Gruppe holte der Betrieb Tiefenthaler aus Kirchham mit der Rau–Tochter Remse. Bei der anschließenden Kür des Champions bei den Stiermüttern standen Kühe im Ring, die das Herz jedes Fleckviehzüchters höher schlagen lassen. Die Malint–Tochter Almena präsentierte sich beeindruckender denn je. So war es keine Überraschung, dass der Championtitel bei den Stiermüttern nach Kärnten ging.

 

Die Lebensleistung steigt

Die Fleckviehzüchter verfolgen seit Jahren ein sehr nachhaltiges Zuchtziel, dass nicht nur auf die Verbesserung der Leistung, sondern auch auf die Verbesserung der Fitness ausgerichtet ist. Die Vitalität der Fleckviehrasse kommt gerade bei den Dauerleistungskühen mit einer Lebensleistung von über 50.000 kg Milch besonders zum Ausdruck. Gruppensiegerin bei den Kühen mit 6 Abkalbungen und Reservechampion bei den Dauerleistungskühen wurde die sehr tiefe Rainer–Tochter Sommer vom Betrieb Wild aus Rohrbach, vor der extrem leistungsstarken Winnipeg-Tochter Prinzessin vom Betrieb Weber aus St. Michael, Kärnten. Die Kühe mit der höchsten Lebensleistung standen in der Gruppe der Kühe mit 8 und 9 Abkalbungen im Ring. Der Sieg ging an den späteren Champion der Dauerleistungskühe, der absolut unverbrauchten Engadin–Tochter Lie vom Betrieb Landwehr aus Wertingen, DE. Sie gewann in ihrer Gruppe vor der ältesten Kuh der Ausstellung, der Malpen–Tochter Prinella, vom Betrieb Holzer aus Pabneukirchen. Prinella erbrachte schon eine Lebensleistung von über 100.000 kg Milch. Eine Leistung die nur ganz wenige Kühe erreichen.

 

Die „Hornloszucht“ ist im Aufwind

Es zeichnete die 1. Eurogenetik Fleckviehschau besonders aus, dass auch genetisch hornlose Fleckviehkühe präsentiert werden konnten. Die Gruppe der „Hornloskühe“ war nur durch die Bereitschaft der bayrischen Fleckviehzüchter, ihre Kühe in Ried auszustellen, möglich. In Bayern wurde in dieser Zuchtrichtung Pionierarbeit geleistet. Nachdem sich in den letzten Jahren herzeigbare Erfolge einstellten, springen nun immer mehr auf diesen fahrenden Zug auf. Dass es unter der täglich größer werdenden Zahl der genetisch hornlosen Kühe bereits viele gibt, die keinen Vergleich scheuen müssen, zeigen vor allem die Erstgereihten der Ausstellung. An die Spitze wurden zwei Jungkühe mit hervorragenden Eutern gereiht. Es gewann die Rave–Tochter Milena vom Betrieb Busch aus Heidenheim vor der Wolkenlos–Tochter Mogli vom Betrieb Wagner aus Thalmässig. Beide Kühe wurden vom Rinderzuchtverband Franken ausgestellt.

 

Die 1. Eurogenetik Fleckviehschau war für alle Beteiligten ein sehr großer Erfolg. Wir möchten allen Ausstellern sehr herzlich zu ihren hervorragenden Tieren gratulieren und uns bei allen beteiligten Organisationen für die tolle Zusammenarbeit sehr herzlich bedanken. Unser Dank gilt vor allem auch den Sponsoren und der Rieder Messe für ihre Unterstützung.

Siegerliste 2015
Stiere Gesamtsieger: VANDAL (Vandor) von Reinhard Prammer aus Neumarkt/Mkr. (RZO)Stiere Reservesieger: WIKINGER (Wille) von Maria und Josef Kimberger aus St. Ulrich/Steyr (RZO)Jungkühe Gesamtsiegerin: WALLI (Wille) von Franz Bramböck aus Angath (RZV Tirol)Jungkühe Reservesiegerin: MARYLIN (Orbit) von Böhm GbR aus Tapfheim (ZV Wertingen)
Stiermütter Gesamtsiegerin: ALMENA (Malint) von Reinhard Scherzer aus Paternion (kärntnerrind)Stiermütter Reservesiegerin: MAXI (Strellas) von Margit und Franz Steinmann aus Diersbach (FIH)DL-Kühe Gesamtsiegerin: LIE (Engadin) von Erich Landwehr aus Neu-Ulm (SFZ)DL-Kühe Reservesiegerin: SOMMER (Rainer) von Andrea und Markus Wild aus Rohrbach-Berg (RZO)
gen. hornlose Kühe Gesamtsiegerin: MILENA (Rave) von Gerhard Busch, Heidenheim (RZV Franken)K gen. hornlose Kühe Reservesiegerin: MOGLI (Wolkenlos) von Werner Wagner aus Thalmässig (RZV Franken)
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